The Tales Of Beedle The Bard

Zu Deutsch "Die Märchen von Beedle dem Barden" ist ein relativ dünnes Buch der Beststellerautorin Joanne K. Rowling, die die sieben Harry Potter Bücher geschrieben hat.

Sie hat auch das Buch selbst illustriert.

 Ich las es auf englisch, was ich relativ schwer fand, auchgrund der vielen, neologistischen Zauberer-Wörter, aber ansonsten fand ich es ziemlich besonders.

 Es besteht eine direkte Verbindung zwischen dieser Sammlung von Märchen und den Harry-Potter-Bänden.

 Der aus den Potter-Büchern bekannte Schuldirektor Dumbledore kommentiert alle Märchen, weist auf deren Botschaft hin und nimmt direkten Bezug zu der, in der Bücherreihe beschriebenen Zauberwelt.

Auch andere Figuren werden beiläufig erwähnt. Zudem erklärt Joanne K. Rowling selbst widerum einige Kommentare Dumbeldores, was die ganze Zauberwelt auf eine gewisse Art real erscheinen lässt.

Das letzte Märchen, das der drei Brüder, spielt selbst im 7. Harry Potter Band eine zentrale Rolle.

Für echte Harry Potter Fans ist das Buch deswegen unbedingt empfehlenswert und die, die die groben Fakten der Harry-Bücher kennen, finden sich schnell in die Zauberwelt ein.

Für ganz unbefleckte "Muggel" könnten die Märchen von Beedle allerdings inhaltlich etwas schwer zu verstehen sein.

1 Kommentar 27.12.09 20:55, kommentieren

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Upstate

Ich las "Upstate" von Kalisha Buckhanon auf Englisch.

Das Buch mit den vielen weißen Schmetterlingen auf dem orangenen Cover halte ich nicht nur für optisch ansprechend.

Das Buch besteht nur aus Briefen, die sich das junge Paar, Antonio und Natasha schreiben.

Antonio sitzt im Gefängnis, er wird dafür verurteilt seinen Vater umgebracht zu haben.

Man erkennt an den Briefen dass die beiden, die sich doch ewige treue geschworen hatten und noch so jung sind sich immer fremder zu werden scheinen, dass ihr Versprechen für immer zusammen zu bleiben wohl eventuell doch nicht halten wird.

 Die Wörter Melancholie, Hoffnung und Liebe, aber auch Spannung, beschreiben das Buch wohl am besten.

Eine Liebesgeschichte, die in keinster Weise kitschig ist, sondern ehrlich ist und trotzdem rührt und auch die Benachteiligung Schwarzer im Rechtssystem in Amerikas zu hinterfragen scheint und groß zu proklamieren.

Empfehlenswert!

20.12.09 23:08, kommentieren

Die Bücherdiebin

Die Bücherdiebin ist ein Buch das von Verlust handelt. Von Verlust, Gefühlen, dem zweiten Weltkrieg und dem Tod.

 

Liesel ist gerade mal neun Jahre alt und hat doch schon Mutter, Schwester und Bruder verloren.

Letzterer starb neben ihr im Zug, während der Fahrt zu ihrer neuen Pflegefamilie.

Das ist das erste Mal, als der Tod sie sieht.

Ja, denn der Tod ist in diesem ganz besonderem Buch, nicht nur der Tod den wir kennen, sondern, insofern man das so sagen kann, eine Person, die ihre Bermerkungen in die Geschichte einwirft und sich die Farbe des Himmel merkt, unter dem er eine Seele mitnimmt.

Am Tag des Todes ihres Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch, daher der Name des Buches.

Das Stehlen von Büchern wird von da an eine Art Zeremonie.

Liesel führt von nun an ein Leben in Molching, bei den Hubermanns, ihren Pflegeeltern.

In dem vom zweiten Weltkrieg gezeichneten Alltag wird sie immer wieder mit dem Tod konfrontiert, der sich jedes Mal an sie erinnert, und es scheint fast als würden sie einander gut kennen, obgleich er ihr doch immer wieder das Wichtigste nimmt... 

 

Dieses 586 Seiten lange Buch von Markus Zusak ist ein "literarisches Juwel" (Good Reading) oder ein "bewegendes Werk, das einem Tränen in die Augen treibt" (Independent on Sunday).

Ohne Angst, wichtige Charaktere vom Tod mitnehmen zu lassen, hat der Autor ein Meisterwerk geschaffen, das ganz neu ist in seiner Art.

Ein Muss für jeden Lesebegeistern!

 

12.9.09 12:37, kommentieren

Zusammen ist man weniger allein

Die künstlerisch talentierte Putzfrau Camille ist magersüchtig.

Philibert ist ein adelsabstammendes, historisches Genie. Es fällt ihm nur unglaublich schwer richtig zu sprechen, seine Schüchternheit zwingt ihn zum Stottern.

Franck wohnt bei Philibert und ist wegen seinem Beruf als Koch dauergestresst. Die einzige Frau in seinem Leben die nicht ständig ausgetauscht wird ist seine Großmutter Paulette.

Paulette weigert sich beständig trotz immer schwerwiegender gesundheitlicher Probleme ins Altenheim zu gehen.

 Durch Zufall oder auch Schicksal werden, in "Zusammen ist man weniger allein", diese vier bemerkenswerten Charaktere zusammenfeführt um ihr Schicksal zu teilen, und, um weniger allein zu sein.

 

Die Autorin, Anna Gavalda, hat einen wunderschönen Roman geschrieben, in dem man viel zwischen den Zeilen lesen kann, und der einen berührt, an manchen Stellen durch unaufdringlichen Humor, an anderen durch Melancholie.

 

Eine Geschichte wie im wahren Leben, wo man sich genauso nach einem Happy End sehnt wie beim Lesen dieses Romans.

12.9.09 12:17, kommentieren

Aphalt Tribe

Der "Asphalt Tribe" ist eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen die in den Straßen New Yorks um ihr Überleben kämpfen.

 Unter den "Stammmitgliedern" sind Individuen vertreten, die alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben, wie z.B.  Drogensucht, wobei manche von ihnen an diesen Problemen zu Grunde gehen...

Die Geschichte selbst wird von dem Straßenkind "Maybe" erzählt.

 

Der Autor, Morton Rhue, der auch durch "Die Welle" bekannt wurde, schreibt schonungslos und ohne Tabus.

Die Abneigung der Einwohner New Yorks gegenüber den Straßenkindern und die Außenseiterposition derer, gegenüber dem Rest der Gesellschaft sind wichtige Themen und werden realistisch und für den Leser manchmal sogar schmerzhaft, beschrieben.

Eine Geschichte über das Alltagsleben auf New Yorks Straßen, mitreißend und nichts für schwache Nerven, aber gut verständlich.  

Das Buch ist auch als Englische Ausgabe mit Vokabelerklärungen, jeweils unten auf den Seiten, erhältlich.

1 Kommentar 11.9.09 16:38, kommentieren

Krass!

"Krass!" ist eine Autobiographie von Augusten Burroughs, die seine ungewöhnliche Kindheit beschreibt.

Eine Geschichte, die noch einigermaßen harmlos beginnt und sich schließlich so aufbaut dass der Titel Prgramm wird:

 

Als Augustens Eltern sich scheiden lassen und seine Mutter sich der Lyrik mehr verpflichtet fühlt als ihm, schiebt sie ihn zu ihrem Psychologen, Dr Finch ab.

In dessen Haushalt herrschen so ungewöhnliche Sitten dass einem beim Lesen ein leises "krass!" schon mal entwischen kann.

So beherbergt der Doktor zum Beispiel eine Verrückte in seinem Haus, sämtliche Alltagsfragen werden durch zufällige Bibelsprüche geklärt und ein "riesiger Haufen" des Doktors wird als göttliches Zeichen interpretiert.

 So lebt Augusten den bizarren Alltag, den man kaum als solchen bezeichnen kann, im Haus des Psychologen, bis zum Finale des Buches...

 

Das Buch lässt sich leicht lesen, ist spannend und fesselnd. Die Biographie ist humorvoll und doch schockend geschrieben.

Für mich ist "Krass!" ein sehr empfehlenswertes Buch, zwar kein typischer Roman aber doch mindestes so unterhaltsam, gerade weil man sich ab und zu ins Gedächtnis ruft, dass es eine Biographie ist.  

1 Kommentar 11.9.09 15:51, kommentieren